Konzeption von Print-Werbung: So erstellst Du richtig gute Flyer, Broschüren & co.

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Wer eine größere Print-Marketingmaßnahme plant, muss sich im Vorfeld über vieles Gedanken machen. Damit am Ende alle Ideen und relevanten Informationen in die Marketingmaßnahme fließen und diese das Budget nicht sprengt, macht man in Werbe- und Marketingkreisen ein Konzept. Was das genau ist und wie Du es erstellst, zeige ich Dir in diesem Artikel.

Was ist ein Konzept?

Ein Konzept ist ein Leitfaden oder ein Übersichtsplan für die Umsetzung eines Projektes. Es enthält alle Merkmale, die für das Projektziel wesentlich sind.

Der Begriff wird allerdings in verschiedenen Bereichen verwendet und unterscheidet sich somit in Form und Inhalt. So werden Konzepte im Projektmanagement, im Marketing, im Webdesign und sogar bei der Geschäftsgründung erstellt.

In diesem Artikel soll es um die Konzeption von Print-Marketingmaßnahmen gehen, man könnte auch vom Layout-Konzept sprechen, nicht zu verwechseln mit dem Design. Das kommt hinterher.

Die 4 Aufgaben bei der Konzeption von druckbaren Marketinglösungen:

  1. Definition des Formats
  2. Definition der Inhalte – ich meine noch nicht den ausformulierten Text
  3. Definition der Darstellungsform (Text, Bild, Tabelle usw.)
  4. Definition der Reihenfolge der Inhalte bzw. der Seitenverteilung

Das Konzept ist die inhaltliche und teilweise optische Vorausplanung einer Marketingmaßnahme, die gedruckt werden soll.

Warum ein Konzept für Print-Marketinglösungen sinnvoll ist

Vielen Menschen glauben, wenn sie eine Werbe- bzw. Marketingmaßnahme planen, reicht es Texter:innen oder Designer:innen das Thema zu nennen, eventuell drucktechnische und preisliche Bedingungen vorzugeben und los geht’s.

Wenn Du so vorgehst, riskierst Du fehlerhafte Ergebnisse, die zudem teuer werden können.

Die häufigsten Fehler, wenn Du auf das Konzept verzichtest:

  • vergessene Inhalte
  • keine Nutzer-/Leserführung – der rote Faden fehlt
  • zu viel Text, zu wenig Text
  • zu wenige oder keine Grafiken und Fotos
  • Platzprobleme (besonders bei Print-Produkten)
  • fehlende oder unzureichende Vorteilskommunikation
  • Abweichung von der Corporate Identity
  • 08/15- statt kreative Lösungen

Wer vorne spart, zahlt hinten drauf!

www.textstrategin.de

Die Fehler sind meist kostspielig:

  • Ihr verliert Zeit
  • Ihr könnt Deadlines nicht halten
  • zu viele Korrekturen, bei Freelancern oft mit Aufpreis
  • Stress, Frust und ggf. Erklärungsnot vor Vorgesetzten und Kollegen/-innen

Deshalb lautet mein Credo: Lieber mehr Zeit am Anfang ins Projekt stecken, als in Windeseile eine mittelmäßige Lösung umzusetzen.

Konzepterstellung am Beispiel einer Werbebroschüre

Abbildung einer kleinen Broschüre

Wie sieht ein gutes Konzept für Print-Marketinglösungen aus? Das kommt ein bisschen darauf an, an welchem Punkt des Projektes wir stehen. Konzepte für Marketingmaßnahmen wie Flyer, Broschüren & co. können als Entscheidungsgrundlage für eine Idee dienen (Grobkonzept) oder aber ein Leitfaden für die Umsetzung einer gesetzten Idee sein (Feinkonzept).

Einen ausführlichen Leitfaden für den Website-Aufbau samt Konzeption findest Du hier.

Grobkonzept: erste Idee für das mögliche Ergebnis

Nehmen wir an, ihr möchtet eine Broschüre oder einen größeren Flyer für euer Produkt oder eure Dienstleistung erstellen. Ihr habt noch keine genaue Vorstellung vom besten Format und auch nicht von den konkreten Inhalten. Nur das Ziel ist eindeutig: Neukunden/-innen für Produkt X gewinnen.

Über das Grobkonzept verschaffst Du Dir eine erste Idee von der inhaltlichen und teilweise optische Ausgestaltung eurer geplanten Broschüre.

Wenn Du mit mir zusammenarbeitest, gehe ich wie folgt vor:

  1. Briefing: Wir klären wichtige Details zu den geplanten Botschaften, Aktionen, euren Angeboten, der Zielgruppe und weitere Anforderungen an die Broschüre ab.

  2. Ideen-Entwicklung: Wir legen zunächst das Format der Broschüre fest, meist ausgehend vom Budget. Beispiele:
    • Din A5 (siehe Abb. oben)
    • Din A4
    • Altarfalz
    • Individuelle Ausstanzungen, z. B. Flyer in Form eines Tannenbaums fürs Weihnachtsgeschäft

  3. Inhalte sammeln und festlegen: Ausgehend vom Briefing und eventuellen Recherchen geht es nun um die Frage: Was müssen wir zeigen und kommunizieren, um das Ziel unter den gestellten Bedingungen zu erzielen? Konkret heißt das:
    1. Welche Inhalte brauchen wir (grob)
    2. Braucht es dafür eine Abbildungen
    3. Braucht es Fotos?
    4. Welche Logos müssen rein?
    5. Ist eine Tabelle sinnvoll, z. B. für einen Tarifvergleich?
    6. Gibt es weitere Must-haves, wie Voucher, Kontaktangaben?
    7. usw.

  4. Seitenzahl: Wir legen fest, wie viele Seiten wir benötigen werden

  5. Rohentwurf als Scribbel: Ich skizziere die Inhalte grob vor, damit wir sehen, ob es platztechnisch aufgeht.

  6. Besprechung

  7. Freigabe und weiter zur Feinkonzeption

Feinkonzept: finale Reihenfolge der Inhalte, Text und Design

Wenn die Entscheidung für ein Broschüren-Format gefallen ist oder ihr von Vornherein ein bestimmtes Format im Auge hattet, gehe ich die Feinkonzeption.

  1. Inhalte verteilen: Nun wird definitiv festgelegt, wo und in welcher Reihenfolge die Inhalte stehen sollen.

  2. Zweites Scribble: Ich skizziere, falls nötig, die Inhalte detaillierter auf die Einzelseiten und/oder erstelle ein Word-Dokument, so dass Du genau siehst, wo, was stehen wird.

  3. Umsetzung von Text und Design: Ich empfehle, dass ihr zunächst die Texte schreibt bzw. schreiben lässt und finalisiert. So kann Design mit der tatsächlichen Textlänge arbeiten, denn Designer/innen tendieren dazu, zu wenig Text einzuplanen. Gleichwohl tendieren Texter/innen auf der anderen Seite, zu viel Text zu schreiben. Es gilt, einen gegenseitiges Annähern. Am besten arbeiten Konzepter/innen, Texter/innen und Designer/innen sowieso von Anfang an Hand in Hand.
Beispiel für die Feinkonzeption einer Leporello-Broschüre
Beispiel für ein Scribble in der Feinkonzeption einer Leporello-Broschüre

Worauf achten, wenn ich das Konzept für eine Marketingmaßnahme bei einem /einer Freelancer/in buche?

Regel Nummer 1: Überlegt euch, was ihr möchtet und was nicht.

Wenn ihr von Vornherein auf ein Format festgelegt seid, es aber nicht kommuniziert, könnt ihr euch hinterher nicht ärgern, dass der/die Konzepter/in nicht von allein darauf gekommen ist.

Die Variablen sind unendlich.

Bei den Inhalten ist es umso wichtiger, euch zu überlegen, welche Aspekte des Angebots bzw. eures Unternehmens relevant und sinnvoll sein könnten für eure Zielsetzungen.

Wir Konzpeter:innen stellen Fragen, aber wir können nicht ahnen, wie euer Business tickt. Verschafft euch einen Überblick und legt dann erst los. Das bedeutet nicht, dass ihr die halbe Arbeit übernehmen müsst. Es reicht, ein paar grundsätzliche Fragen zu beantworten, wie:

  1. Habe ich irgendwo ähnliche Beispiele gesehen?
  2. Gibt es Inhalte, die schon sicher feststehen, z. B. Preistabellen, Über uns-Texte, Fotos o. Ä.?
  3. Habe ich weitere Wünsche, die auf keinen Fall fehlen dürfen, z. B. Verlinkungen, Usability-Funktionen wie Downloads, integrierte Voucher-Karten o. Ä.?

In meiner ausführlichen Anleitung „Texter-Briefing“ findet ihr weitere nützliche Fragen.

Tipp: Gib so viel vor, wie nötig, und bleibe so offen wie möglich, dann kommen die kreativesten Konzepte bzw. Marketingmaßnahmen dabei heraus.

Konzept für Print-Maßnahmen: der sichere Weg zu richtig guten Ergebnissen

Die Konzeption kostet Zeit, macht aber auch irre Spaß. Ich mache am liebsten Konzepte. Die Texterstellung läuft dadurch zudem viel leichter.

Alle Supermarkt-Flyer, Unternehmensbroschüren, Kataloge und Jahresberichte beruhen auf einer Konzeption. Den meisten ist das nicht bewusst, sie unterscheiden nur zwischen Text und Design. Doch beides kann ohne ein wasserfestes Konzept nicht gut werden.

Dasselbe gilt auch bei der Website-Erstellung oder einem Website-Relaunch. Leider konzentrieren sich 90% der Unternehmen auf das Design und versuchen am Ende, schnell irgendwelche Texte in ein starres, nicht durchdachtes, aber sehr hübsches Korsett zu zwängen.

Die Planung von Marketingmaßnahmen muss immer auf inhaltlicher Basis erfolgen. Dann klappt’s aus mit den Conversions, oder – um wieder zum Printbereich zurückzukehren – mit den Response-Raten.

About Textstrategin Suzana Jordanovic

Suzana Jordanovic – Deine Textstrategin, wenn es um anspruchsvolle Business-Modelle geht

Mein Name ist Suzana. Ich bin seit über 12 Jahren Texterin und Konzepterin im Marketing.

Ich helfe Unternehmen mit komplexen und beratungsintensiven Angeboten dabei, ihre Leistungen und Produkte attraktiv aus der Sicht der Zielgruppe zu beschreiben, um Kunden/-innen zu gewinnen und zu binden.

Mit meinem Copywriting-Full-Service habt ihr alles, was ihr benötigt, um Komplexes einfach und erfolgreich zu kommunizieren: Inhalt + Struktur + Texte.

Meine Leistungen im Überblick:

  • Copywriting-Full-Service: Inhalte, Seitenkonzepte und Texte
  • Text-only-Lösungen: Texterstellung nach Themenvorgabe
  • Textoptimierungen für bestehende Texte

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